{"id":560,"date":"2008-08-28T11:42:39","date_gmt":"2008-08-28T09:42:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rhschwarz.de\/index.php\/2008\/08\/28\/das-nachste-kommunikative-kapitel-2\/"},"modified":"2008-08-28T11:42:39","modified_gmt":"2008-08-28T09:42:39","slug":"das-nachste-kommunikative-kapitel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rhschwarz.de\/index.php\/2008\/08\/28\/das-nachste-kommunikative-kapitel-2\/","title":{"rendered":"Das n\u00e4chste kommunikative Kapitel"},"content":{"rendered":"<p>Gestern noch schrieb ich \u00fcber die mysteri\u00f6sen n\u00e4chtlichen Anrufe. Heute ist das R\u00e4tsel gel\u00f6st und wir haben blutunterlaufene Augen.<br \/>\n<!--more--> Eigentlich waren die Anrufe nicht wirklich mysteri\u00f6s. Romy und ich hatten nat\u00fcrlich einen starken Verdacht, wer da alle paar N\u00e4chte auf seiner Tastatur herumdr\u00fcckte. Dieser Verdacht best\u00e4tigte sich heute morgen kurz nach eins.<br \/>\nDieses Mal war alles vorbereitet. Das gesamte fernkommunikative Arsenal, bestehend aus einem schnurlosen Telefon und zwei Handys,<br \/>\nlag griffbereit auf dem Nachtschrank. Das Nachttischl\u00e4mpchen war um 15\u00b0 gedreht worden, damit auch ein schlaftrunkener Schlag die Lampe zum Leuchten br\u00e4chte.<br \/>\nDann ging es nur noch darum, in einen tiefen Schlaf zu fallen, damit der Anruf uns auch geh\u00f6rig aus Traum und Konzept rei\u00dfen w\u00fcrde.<br \/>\nDie M\u00fcdigkeit war kein Problem.<br \/>\nMeine f\u00fcnf Sinne zusammenzubekommen war es schon, als schlie\u00dflich tats\u00e4chlich das Telefon klingelte. Ich besitze die zweischneidige Gabe, bei einem Anruf sofort hellwach zu klingen und, getreu der pawlow&#8217;schen Konditionierung, sinnvolle S\u00e4tze in den H\u00f6rer zu formulieren. Wir Pseudo-Biologen wissen, dass es sich dabei um einen bedingten Reflex handelt. Mein Hirn wei\u00df zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts.<br \/>\nImmerhin bekam ich mit, dass am anderen Ende mein adoptierter &#8222;Bruder&#8220; Alpha war, sich wie ein Schneek\u00f6nig freute und keine Kredite auf der Prepaid-Karte hatte. Weshalb ich den n\u00e4chsten Test zu bestehen hatte: nacheinander eine neunstellige Vorwahlnummer, einen neunstelligen Code und die dreizehnstellige Telefonnummer in&#8217;s Telefon zu hacken. Viermal. Dann waren wir endlich miteinander verbunden.<br \/>\n&#8222;Deine Mutter hat mir ja letztes Mal schon auf englisch geantwortet.&#8220; Okay, die Spracherkennung hatte hier nicht wirklich funktioniert. Immerhin, die Information: &#8222;Heiko &#8211; Mama&#8220; war hundertprozentig angekommen. Und h\u00e4tte ja auch Englisch sein k\u00f6nnen.<br \/>\nOder Franz\u00f6sisch.<br \/>\nUnd schlie\u00dflich l\u00fcftete er (nachdem wir \u00fcber den Regen gesprochen hatten, uns dar\u00fcber einig waren, dass es s\u00e4mtlichen namentlich erw\u00e4hnten Familienmitgliedern mehr oder weniger gut ginge und dass sein Moped kaputt sei) das Geheimnis seiner n\u00e4chtlichen Anrufe.<br \/>\nT\u00e9lim\u00e9l\u00e9 hat derzeit zwei Telefonnetze. Eines davon funktioniert seit einer Woche gar nicht mehr. Das andere nur noch von 23.00 Uhr nachts bis 7.00 Uhr morgens. Ein typisch guineisch-unlogisches Problem, f\u00fcr welches es vielleicht sogar einen Grund gibt. Und was seine Anrufzeiten erkl\u00e4rt, wenn man die zwei Stunden Zeitverschiebung dazurechnet. Nicht jedoch, warum er uns Fr\u00fchschl\u00e4fer nicht erst am Morgen angerufen hatte. Sei&#8217;s drum: Wir sprechen uns noch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern noch schrieb ich \u00fcber die mysteri\u00f6sen n\u00e4chtlichen Anrufe. 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