{"id":449,"date":"2008-03-18T08:55:52","date_gmt":"2008-03-18T07:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rhschwarz.de\/index.php\/2008\/03\/18\/technikphilosophie\/"},"modified":"2008-03-18T08:55:52","modified_gmt":"2008-03-18T07:55:52","slug":"technikphilosophie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rhschwarz.de\/index.php\/2008\/03\/18\/technikphilosophie\/","title":{"rendered":"Technikphilosophie"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Technik ist sch\u00f6n, solange sie funktioniert.&#8220; Alte chinesische Patentrechtsverletzer-Weisheit.<br \/>\nIch m\u00f6chte festhalten, dass wir f\u00fcr unsere Computertechnik samt und sonders nur feinste (bzw. feine &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; na gut, zufrieden stellende) Markenware verwenden. Was betroffene Markenware nicht daran hindert, seit Wochen alle metaphorischen Hufe hochzurei\u00dfen. <!--more--> Alles begann damit, dass unser Backup-Rechner (zweibuchstabige Marke)<br \/>\nbeschloss, aktiv zu werden. Aus unerfindlichen Gr\u00fcnden begannen sich pl\u00f6tzlich aus heiterem Himmel Textprozessoren und andere Programme zu \u00f6ffnen, in die der Computer lange Zahlen und Buchstabenreihen hineintippte.<br \/>\nKommunikationsversuche einer k\u00fcnstlichen Intelligenz?? Voller Elan wirkte er mit, wenn wir eigene Dokumente bearbeiteten. Schnell mal eine neue Endung an ein Wort. Oder einen ganzen Abschnitt gel\u00f6scht. Virenscans enth\u00fcllten: nix.<br \/>\nWeshalb wir den geistlichen Weg beschritten und f\u00fcr den Computer beteten.<br \/>\nZwar bin ich nicht einer dieser hochfrommen Menschen, die hinter jedem Stolpern einen D\u00e4mon vermuten. Aber Gebet ist nichtsdestotrotz ein machtvolles R\u00fcstzeug. Denn siehe da: Nachdem der Computer etwa zwei Wochen Dummheiten machte, besann er sich nach seiner Heiligung eines Besseren.<br \/>\nSeither hat sich die Chipsdose, immerhin schon zwei Wochen lang, tadellos betragen.<br \/>\nZeit f\u00fcr eine weitere Herausforderung: Zwei Wochen zwar nicht sch\u00f6ner, aber schriller Videoschnitt-Nachtschicht-Arbeit verschwanden mit einem lang gezogenen leise klagenden Ger\u00e4usch, als unsere externe Festplatte aufgrund fehlender Stromversorgung beschloss, die Drehung um sich selbst zu beenden.<br \/>\nZum Gl\u00fcck war das Videorohmaterial noch auf den kleinen Videokassetten vorhanden. Wir k\u00f6nnen also alles noch einmal &#8211; und vieeeeeel sch\u00f6ner machen!<br \/>\nAbgesehen davon, dass ich jetzt st\u00e4ndig \u00fcberlegen muss, wo ich denn die Videodaten abspeichere (Rohdaten speichern &#8211; Zwei Minuten Filmclip schneiden &#8211; Rendern &#8211; Rohdaten l\u00f6schen &#8211; Endergebnis behalten &#8211; Programmabsturz).<br \/>\nDaf\u00fcr fand es der zweite zweibuchstabige Markencomputer an der Zeit, die internen Lautsprecher durchbrennen zu lassen. Kein Problem &#8211; f\u00fcr den Videoschnitt verwendete ich eh viel lieber Kopfh\u00f6rer.<br \/>\nEntsprechend gro\u00df war mein Schreck, als ich eines Abends pl\u00f6tzlich nichts mehr h\u00f6rte. Kopfh\u00f6rer ab &#8211; Erleichterung: An meinen Ohren lag&#8217;s nicht.<br \/>\nComputer untersucht. Nichts. Soundkarten-Test. Nichts.<br \/>\nSteckverbindungscheck. Nichts. Zuletzt sah ich mir die Verkabelung der Kopfh\u00f6rer an: Mein niedlicher kleiner (und nicht sehr schlauer) Hund Brownie lag neben mir auf dem Sofa und hatte &#8211; in Stillbesch\u00e4ftigung &#8211; das Kabel durchgebissen. An f\u00fcnf Stellen.<br \/>\nImmerhin kann man das nicht auf die Technik schieben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Technik ist sch\u00f6n, solange sie funktioniert.&#8220; Alte chinesische Patentrechtsverletzer-Weisheit. Ich m\u00f6chte festhalten, dass wir f\u00fcr unsere Computertechnik samt und sonders nur feinste (bzw. feine &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; na gut, zufrieden stellende) Markenware verwenden. 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