{"id":101,"date":"2007-03-14T08:38:17","date_gmt":"2007-03-14T07:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rhschwarz.de\/index.php\/2007\/03\/14\/sie-sind-mechaniker-wie-schade\/"},"modified":"2007-03-14T08:38:17","modified_gmt":"2007-03-14T07:38:17","slug":"sie-sind-mechaniker-wie-schade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rhschwarz.de\/index.php\/2007\/03\/14\/sie-sind-mechaniker-wie-schade\/","title":{"rendered":"Sie sind Mechaniker? Wie schade!"},"content":{"rendered":"<p>Und wieder einmal sind wir auf Kurzbesuch in Conakry, der Hauptstadt von G. Es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel Bohren beim Zahnarzt.<br \/>\nAber auch Sch\u00f6neres. So viel, dass ich mir eine Aufz\u00e4hlung erspare. <!--more--> Wenn man den L\u00e4rm, den Dreck, die schw\u00fcle Hitze, die mehr als schlechte Wasserversorgung (mit wochenlangen Ausf\u00e4llen), die schlechte Luft und den st\u00e4ndigen Stau kalkuliert, dann machen auch die Superm\u00e4rkte und Melonenst\u00e4nde eine Reise nicht unbedingt zum Herzenswunsch.<br \/>\nWeshalb sind wir trotzdem hier? Nun, erstens weilte unser Auto seit einiger Zeit hier und musste repariert werden, nachdem vorige Woche die &#8222;Mechaniker&#8220; zweier &#8222;Werkst\u00e4tten&#8220; einen Tag lang unter der K\u00fchlerhaube geklebt und das Auto erst richtig fertig gemacht hatten.<br \/>\nZweitens musste das Auto wieder repariert werden. Und drittens: das Auto.<br \/>\nWas mich sofort zu einem Lamento \u00fcber Mechaniker und Werkst\u00e4tten leitet. Das Internet ist ja geduldig. Und Ihr k\u00f6nnt die n\u00e4chsten zehn Zeilen \u00fcberspringen, wenn Ihr wollt.<br \/>\nWerkst\u00e4tte haben in Guinea leider eine Halbwertszeit von wenigen Monaten. Dann verschwinden viele wieder im Orkus. Daf\u00fcr gibt&#8217;s verschiedene Gr\u00fcnde: Wenn ein Mechaniker sein Metier gut kennt, hat er in k\u00fcrzester Zeit so viele Kunden, dass er die Arbeit allein nicht mehr bew\u00e4ltigen kann. Weshalb er dann oft an seine Azubis delegiert. Weshalb die Qualit\u00e4t zu leiden beginnt. Weshalb man sich den Besuch bei ihm schnell wieder abgew\u00f6hnt.<br \/>\nOder er gew\u00f6hnt sich so an&#8217;s gute Geld, dass fortan nur noch seine Rechnungen wachsen, und er zum Teilewechsler aus \u00dcberzeugung wird, egal ob&#8217;s n\u00f6tig ist oder nicht.<br \/>\nUnsere letztes Stammatelier, geleitet von einem Franzosen, war deshalb eine werkstattgewordene Fata Morgana. Solange sie arbeitete.<br \/>\nJetzt k\u00fcmmern sie sich nur noch um Pumpen. Autos sind zu stressig. Weshalb wir mit unserem kaputten Auto erneut auf Werkstattsuche waren. Und eine fanden. Genaugenommen eine Mechanikerberufsschule. Aber man kann sich ja an den sieben Fingern einer Hand abz\u00e4hlen, dass ein Mechanikerlehrer sein Gesch\u00e4ft kennen sollte. Besonders, wenn die Schule eine francoguineische Erfindung war. Die Franzosen wieder mal.<br \/>\nWas mich zuallererst beeindruckte und mein Vertrauen in die Werkstatt exponential steigen lie\u00df, waren die Papierk\u00f6rbe, die \u00fcbers Gel\u00e4nde verteilt waren. Die sind hierzulande so selten, wie Schnabeltiere in Gr\u00f6nland. Zuallerzweit war ich von den vorhandenen Werkzeugen begeistert: Mit all den hydraulischen Hebekr\u00e4nen, kam ich mir vor wie im Legoland. Die letzten zwei Tage verbrachte ich bei CEPERTAM (cooler Name, oder?) und bestaunte sieben Paar H\u00e4nde, die unseren Motor aus dem Auto heraus und wieder hinein(!!!) montierten. Und es bewegt sich doch! Wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder einmal sind wir auf Kurzbesuch in Conakry, der Hauptstadt von G. Es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel Bohren beim Zahnarzt. Aber auch Sch\u00f6neres. 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